Buchvorstellung am Dienstag, 20. Oktober, 19 Uhr
Photobastei, Sihlquai 125, 8005 Zürich

„Maybe never again“, ein Fotoband über ausländische Frauen, die sich während des Spanischen Bürgerkriegs dem republikanischen Kampf gegen den Faschismus angeschlossen haben. Espe Pons fotografierte die Orte, an denen sie kämpften/tätig waren – Brunete, Albacete, Heute und Mataró – und zeigt leere Landschaften und Ruinen, die an ihre Abwesenheit erinnern. Das Projekt rückt Ärztinnen, Krankenschwestern, Fotografinnen, Journalistinnen, Milizionärinnen und Denkerinnen wieder ins Blickfeld, die als Freiwillige aus dem Ausland kamen. Darunter sind noch heute bekannte Frauen wie Tina Modotti, Gerda Taro, Simone Weil und viele, deren Namen heute nicht mehr im öffentlichen Bewusstsein sind.

Die Autorin machte ihre Familien ausfindig und erstellt zeitgenössische Porträts, ausserdem dokumentiert sie persönliche Gegenstände, die ihre Erinnerung bewahren. Das Buch enthält 21 Biografien, die von Angehörigen und Historiker/innen verfasst wurden. Daneben sind Texte enthalten, die den historischen und kulturellen Kontext des Spanischen Bürgerkriegs beleuchten. Ergänzt wird das Buch durch Archivfotos von Gerda Taro, Kati Horna und anderen. Der St. Galler Historiker Ralph Hug porträtiert die Schweizer Frauen: Anni Brunner, Clara Thalmann und Hedwig Buss-Diener, deren Nichte Jinnie bei der Veranstaltung anwesend sein wird.

Die aus Barcelona stammende Espe Pons ist eine Künstlerin und Forscherin, die mit der Fotografie arbeitet, sich auf Erinnerung und Landschaft konzentriert und eine Praxis entwickelt hat, die auf dem historischem Gedächtnis basiert. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Ländern ausgestellt und befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen. Sie wird ihr Buch auf Spanisch vorstellen (simultan übersetzt auf deutsch).

Das Fotobuch ist im Selbstverlag erschienen und kann an der Veranstaltung gekauft werden.